HAUS HÜSTEN

ältestes Steinhaus in Hüsten

HAUS HÜSTEN HISTORISCH

Erste Besitzer waren die Herren von Ardey, von diesen erwarb Graf Ludwig vArnsberg um 1289 das Haus und den umfangreichen Grundbesitz, ca. 64 ha.Der Besitz wurde von den Arnsberger Grafen als Lehen vergeben. In einer Urkunde von 1233 wird als Lehnsnehmer Coert von Hüsten, in der Urkunde als Conradus de Hustene castellanus benannt. In einer weiteren Urkunde von 1258 wird ebenfalls ein Conradus als Miles und Kastellanus des Grafen von Arnsberg erwähnt. Im Einverständnist mit seiner Frau und seinen Söhnen Conrad, Röttger und Friedrich übergibt er einen ihm vom Abt von Siegburg zu Lehen gegebenen Hof an das Kloster Oelinghausen. 

Der Sohn Röttger ist von 1270 bis 1300 in Urkunden nachzuweisen. Er wird zunächst als Knappe und 1299 als Ritter bezeichnet. Röttgers Sohn, wieder Conrad benannt, wurde Vertreter des Grafen von Arnsberg mit dem Titel eines Landdrosten. Seine Unterschrift findet sich auf vielen Urkunden des 14. Jahrhundert. Er starb im Jahre 1363. Er nannte sich als Erster aus der Familie von Hüsten auch „von Ketteler“, ist also der Urvater derer von Ketteler. Aus dieser Familie entstammen bedeutende Persönlichkeiten, wie z.B. auch Bischof Ketteler.

Mitte des Jahrhundert übersiedelte die Familie in die Kettelburg bei Hüsten. Berthold von Schade, Unterbeamte derer von Ketteler, wird 1377 erwähnt. Sein Sohn, Hennecke Schade unterzeichnet mehrfach als Zeuge Urkunden des Klosters Wedinghausen. Einer seiner Söhne wird Probst von St. Mauritz in Münster. 1522 vererbt der Domherr Dietrich Schade das Haus Hüsten seiner Schwester, der Frau des Heidenreich von Plettenberg. Die Familie, in deren Besitz sich das Haus befindet bis 1577/79 befindet, nennt sich von Plettenberg zu Hüsten. Heinrich von Plettenberg baut das Burghaus um. Im Jahre 1584 Johann von der Berswordt mit seinem fünfzehnjährigen Sohn nach Hüsten und kaufte 5 Jahre später das Haus.

Die von Berswordt waren eine alte Dortmunder Patrizierfamilie und verfügten über eine hohe Bildung. Der jüngere Johann schrieb in Hüsten das „Westfalisches Adeliges Stammbuch“, welches von J.B.Stein im Verlag Baedecker herausgegeben wurde. Er starb am 24. 2. 1640. Seine Tochter Maria erbte Hüsten. Sie heiratete am 19.11.1630 den Jobst von Hövel, die Hövelsgasse erinnert heute noch daran. Ferdinand von Fürstenberg erwarb das Haus 1719. Das uralte Haus Hüsten mit seinen Nebengebäuden wurde gegen 1741 abgerissen. Ein Lagerbuch im Fürstenbergschen Archiv berichtet 1746 von einem neu erbauten Wohnhaus. Nachdem jahrhundertelang das Haus von adeligen Familien bewohnt wurde, entfiel diese Zweckbindung, da die Familie von Fürstenberg zu diesem Zeitpunkt Herdringen als Stammsitz nutzte. Nun wurde es zeitweise von der Pfarrei Hüsten als Vikarie genutzt.

Das Haus wurde 1979 von Engelbert Eberhard Freiherr von Fürstenberg an die Schützenbruderschaft unter dem Schutze des Hl. Geistes verkauft. Diese richtete im Erdgeschoß ein Schützenmuseum ein. Das Obergeschoß wurde vermietet. Heute befindet sich, nach langer Renovierung im Erdgeschoß ein Standesamtzimmerund ein kleiner Empfangsraum. Das Obergeschoß wird in Zukunft das Museum beherbergen. Dort werden dann die Schätze der Bruderschaft zu besichtigen sein.

Quellen: Werner Saure, Michael Jolk

TRAUZIMMER

Seit Beendigung der Renovierungsarbeiten im Erdgeschoss im Jahre 2009, ist in einem der Räume ein Trauzimmer eingerichtet, das seitdem von der Stadt Arnsberg genutzt wird. Die erste Trauung fand am 09.09.2009 statt und wurde von Bürgermeister Hans-Josef Vogel als Standesbeamten durchgeführt. Das Trauzimmer bietet Sitzplätze für ca. 20 Personen und weitere 5 bis 10 Stehplätze.

Durch die Gestaltung des Trauzimmers im Stil eines alten Ritterguts, bietet sich ein wunderschönes Ambiente, das Ihren schönsten Tag unvergesslich macht. Neben dem Trauzimmer befindet sich ein weiterer Raum, den Sie für einen kleinen Umtrunk oder als Empfangsraum für Ihre Gäste nutzen können.

Termine einer Trauung müssen mit uns, sowie mt dem Standesamt der Stadt Arnsberg abgesprochen werden.

 

Unser Ansprechpartner für Sie:
Thomas Buchmann
Am Siegenbittel 3
59759 Arnsberg
Mobil: 0170-8091290
thomas.buchmann@schuetzen-huesten.de

 

Adresse Haus Hüsten

Hövels Gasse 1

59759 Arnsberg

 


Ansprechpartner der Stadt Arnsberg finden Sie hier:
www.arnsberg.de/standesamt

Hier finden Sie ein Video der ersten Trauung,
die am 09.09.2009 stattfand:

www.arnsberg.de/videos/eheschliessung-haus-huesten.php

SCHÜTZENMUSEUM

Derzeit ist die Schützenbruderschaft Hüsten dabei, das Obergeschoss im alten Adelssitz in der Hövelsgasse mit liebevoller Detailarbeit zu restaurieren. Jedoch wird dieses viel Zeit und Arbeitsstunden in Anspruch nehmen , so das es bis zu Fertigstellung noch einige Jahre dauern wird.

 

Nach Beendigung der Restaurationsarbeiten soll hier, in Zukunft, ein Schützenmuseum eingerichtet werden. Neben vielen Exponaten aus der Geschichte, wie z.B. alten Urkunden, Statuten von 1657, Mitgliedsbüchern ab 1657, Schützenbuch ab 1775 und Protokollbüchern aus 3 Jahrhunderten, Orden und vielem mehr der Bruderschaft, wird es auch einige geschichtliche Sehenswürdigkeiten aus der Geschichte von Hüsten zu sehen geben.

 
 
 
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